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Schall

Hinzugefügt von Gerhard kemmeSchall, Bezeichnung für alle Druckänderungen in einem Medium, welche man mit dem Gehör wahnehmen kann. Eine kurz dauernde heißt Knall, dagegen bezeichnet man eine Sequenz mit periodischen Änderungen des Druckes als Ton oder Geräusch, je nachdem, ob sich der Schalldruck regelmäßig - z.B. harmonisch - ändert oder unregelmäßig ist. Töne werden von schwingenden elastischen Körpern, Stäben, gespannten Saiten, Pfeifen oder Glocken erzeugt. Je höher die Frequenz, d.h. je größer die Anzahl der Schwingungen in der Sekunde ist, desto höher ist der Ton. Die Schwingungen erzeugen zunächst im umgebenden Medium - z.B. Luft - Schallwellen, die sich wie Wasserwellen fortpflanzen, bis sie unser Ohr erreichen. Bei Telefon-Verbindungen wird die Übertragung des Schalls mit Hilfe des elektrischen Stromes vom Mikrofon zum Hörer vorgenommen. Die Schallgeschwindigkeit beträgt bei trockener Luft c = 330
. Die Lehre vom Schall heißt Akustik. Der Zusammenhang von Schallgeschwindigkeit (c), Wellenlänge (λ) und Frequenz (f) wird durch die Formel:
hergestellt.
Inhaltsverzeichnis |
Theoriefindung Schall
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Beobachtungen
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Wedelt man Luft mit der Hand oder einem Fächer, so wird man keinen deutlichen Ton hören - dagegen wird man einen Düsenjet, der die "Schallmauer durchbricht", mit einem deutlichen Knall wahrnehmen. Hieraus entsteht die These, dass bei Überschreitung der Schallgeschwindigkeit ein entsprechender Schalldruck und ein wahrnehmbares Geräusch entsteht.
Wenn man eine Stimmgabel - z.B. 440 Hz - nimmt und läßt sie - in diesem Falle - mit Kammerton A schwingen, dann überträgt sich eine Welle mit der Frequenz f = 440 Hz per Schallgeschwindigkeit cSchall =333
, welche über ein Mikrofon dann auch eine Schwingung von 440 Hz auf ein Oszilloskop überträgt.
Fazit: Momentaner Kenntnisstand zur Schallentstehung
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Hinzugefügt von Gerhard kemmeSo bleiben abschließend zwei grundsätzliche Möglichkeiten der Schallerzeugung: Man hört nur einen Ton oder ein Geräusch:
- wenn die Auslenkung mit Schallgeschwindigkeit oder mit mehr als Schallgeschwindigkeit erfolgt
- oder wenn die Auslenkung mit großer Beschleunigung erfolgt.
Beispiele Rechnung:
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1. Beispiel:
Man nehme einen Schallerzeuger, dessen Membran einen Hub - oder eine Schallauslenkung - von ξ = s = 2mm = 0,002m hat und diesen Weg, d.h. die Amplitude, in t = 2 ms =0,002 s zurücklegt, dann hätte man ungefähr eine Geschwindigkeit von v = 1
.
Interessant ist allerdings die Beschleunigung, da es nach jetzigem Kenntnisstand bei der Ursache der Schallerzeugung entweder um Überschreitung der Schallgeschwindigkeit oder um eine hohe Beschleunigung der Membran geht. Die Formel wäre s = a/2*t², somit a=2*s/t² und eingesetzt: a = 2*0,002/0,002² = 2/0,002 = 1000
- dies wäre eine ganz solide Beschleunigung, wenn man sie mit der Fallbeschleunigung a = g = 9,81
vergleicht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit oder auch Schallschnelle wäre dann: v=a/2*t=1000/2*0,002=1
.
2.Beispiel:
Eine Sinus-Schwingung von f = 100 Hz wird über eine Membran übertragen, wobei der Hub der Membran ξ = s = 0,01 m betragen soll. Somit ist die Funktion der mechanischen Schwingung der Membran:
eingesetzt:
Um letzten Endes zu ermitteln, welche Funktion die Beschleunigung hat, wäre erstmal die Geschwindigkeit per Erster Ableitung zu ermitteln:

somit:

Die Ableitung der Geschwindigkeit nach der Zeit ergibt die Beschleunigung:

somit:


Man kann jetzt einige Zeitpunkte nehmen und die entsprechenden Beschleunigungen errechnen:
|
Winkel
° |
Bogenmaß
rad |
Zeit
s |
Weg s(t)=0,01*sin(628.318*t) m |
Geschwindigkeit v(t)=6,283*cos(628,318*t) m/s |
Beschleunigung a(t)=-3947.84*sin(628,31*t) m/s² |
| 0° | 0 | 0 | 0 | 6.2831853071795865 | 0 |
| 45° | 0.785398163 | 0.00125 | 0.0070710678118655 | 4.4428829381583818 | -2791.5456798555616 |
| 90° | 1.570796326 | 0.0025 | 0.01 | 0 | -3947.841760435 |
| 135° | 2.356194490 | 0.00375 | 0.0070710678118655 | -4.4428829381583818 | -2791.5456798555616 |
| 180° | 3.141592653 | 0,005 | 0 | -6.2831853071795865 | 0 |
| 225° | 3.926990816 | 0.00625 | -0.0070710678118655 | -4.4428829381583818 | 2791.54567985556160 |
| 270° | 4.712388980 | 0.0075 | -0,01 | 0 | 3947.84176043574347653 |
| 315° | 5.497787143 | 0.00875 | -0.0070710678118655 | 4.44288293815838181 | 2791.54567985556160 |
| 360° | 6.283185307 | 0,01 | 0 | 6.2831853071795865 | 0 |
Und es ist zu erkennen, dass der Betrag der Beschleunigung bei einem Schallerzeuger - z.B. Lautsprecher - ziemlich groß ist - siehe die folgenden Durchschnittswerte:
v = 3,78 m/s
a = 2382 m/s²
p_1 = 1841 N/m² in unmittelbarer Nähe
Lp_1 = 159 dB
p_2 = 0,1841 N/m²
Lp_2 = 79 dB in 10 m Abstand von der Schallquelle.
3. Beispiel:
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Fächelt man sich über einen Weg (Schallauslenkung) von 0,1 m, der in 1 s zurückgelegt wird, Luft zu, dann wäre die Beschleunigung s = a/2*t², somit a=2*s/t² und eingesetzt: a = 2*0,1/1² = 0,2
. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit oder auch Schallschnelle von: v=a/2*t=0,2/2*1=0,1
. Sowohl Beschleunigung als auch Durchschnittsgeschwindigkeit wären bei einer solchen Frequenz von 0,25 Hz ziemlich niedrig.
Tabelle Schalldruck und Schalldruckpegel
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| Schallquelle | Schalldruck p in Pascal | Schalldruckpegel L | ||
| Schmerzschwelle | 100 | 134 | ||
| Gehörschäden bei | 20 | ab 120 | ||
| Düsenflugzeug | 6,3 - 200 | 110 - 140 | ||
| Presslufthammer | 2 | 100 | ||
| Straßenverkehr | 0,2 - 0,63 | 80 - 90 | ||
| Pkw | 0,02 - 0,2 | 60 - 80 | ||
| Fernseher | 0,02 | ca. 60 | ||
| Unterhaltung | 2 · 10-3 - 6,3 · 10-3 | 40 - 50 | ||
| Blätterrauschen | 6,3 · 10-5 | 10 | ||
| Hörschwelle bei 1 kHz | 2 · 10-5 | 0 |
Frequenzbereiche nach Hörbarkeit
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- Infraschall - kleiner 16 Hz ist nicht hörbar.
- Hörschall von 16 Hz bis 20 kHz ist hörbar.
- Ultraschall von 20 kHz bis 1,6 GHz ist nicht hörbar.
- Hyperschall - größer als 1 GHz ist breitet sich schlechter aus.
Formeln der Schallfeldgrößen
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Schalldruck
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Schalldruck hat die Formel

und bezeichnet einen sich ändernden Druck - meistens - in Luft. Der Schalldruck wird zum jeweiligen Luftdruck addiert. Oftmals wird der Schalldruck als Effektivwert angegeben:
, wobei: Z = 413,6 Ns/m3 und ω=2*pi*f=2*pi/T
Schalldruckpegel
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Schalldruckpegel drückt aus wie stark der Schall wirkt. Er ist der Logarithmus bezogen auf das Verhältnis des Effektivwertes eines Schalldrucks quadriert zu einem Bezugswert ebenfalls zum Quadrat. Das Resultat hat die Einheit Dezibel dB. Die Formelzeichen sind:
- Lp für Schalldruckpegel
-
für Effektivwert des Schalldrucks
-
für Effektivwert des Schalldrucks zum Quadrat
- p0 für Bezugswert des Schalldrucks
-
für Bezugswert des Schalldrucks zum Quadrat
Beispiel:
Lp=20 * Log10[2/2*10^(-5)]=100
da p0=2*10^(-5) festgelegt wurde und der Schalldruck für einen Preßlufthammer mit p=2 Pa angenommen wird.
Schallschnelle
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Die Schallschnelle ist eine Geschwindigkeit und gibt an, wie schnell die Luftvolumina um ihre Ruhelage schwingen. Da es sich bei Schallwellen - meist - um Längswellen handelt, schwingen die Teilchen auch in Längsrichtung.
Die Schallschnelle v errechnet sich nach folgenden Formeln:
Schallauslenkung
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Schallauslenkung ist der Abstand eines Luftteilchens von seiner Ruhelage und berechnet sich nach der Formel:
Schallintensität
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Schallintensität ist ein Maß für die Schallleistung pro Flächeneinheit. Der Schallintensitätspegel ist die logarithmische
Größe.Schallintensität:
Schallleistung:
Schallintensitätspegel:
Schallleistung
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Schallleistung gibt die Schallenergie pro Zeit an - ihre Maßeinheit ist das Watt. Die Schallleistung kann auch logarithmisch angegeben werden - man spricht vom Schallleistungspegel. Schallleistung ist als Formel das Produkt aus der Fläche "A" und der Schallintensität "I". Es kann auch das Produkt aus Fläche, Schallschnelle und Schalldruck verwendet werden.
Schallenergiedichte
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Schallenergiedichte beschreibt die Schallenergie, die an einem bestimmten Ort des Schallfeldes vorhanden ist. Als - vereinfachte - Formel kann:
geschrieben werden, wobei das Formelzeichen für die Schallenergiedichte "E" ist. Das Formelzeichen für die Schallenergie ist "W" und für das Volumen "V". Als Maßeinheit ergibt sich somit Joule/Kubikmeter – (J/m3).
Schallenergie
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Schallenergie setzt sich aus der kinetischen und potentiellen Energie zusammen, die in einem Schallfeld enthalten sind. Die Maßeinheit ist das Joule:
1 J = 1 W · s = 1 N · m
und das Formelzeichen ist "W".
In einem Schallfeld kommen sowohl Bewegungen von Teilchen des Mediums als auch Verdichtungen und Verdünnungen vor.
Schallimpedanz
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Für die Schallimpedanz gibt es mehrere andere Bezeichnungen - es handelt sich um den Wellenwiderstand Z des Mediums - mit Maßeinheit:
und die Formel ist:
Wobei die Schallimpedanz vergleichbar mit dem elektrischen Widerstand
ist, d.h. es ist der Quotient aus Schalldruck und Schallschnelle
wobei der Schalldruck p der durch das Medium treibenden Kraft entspricht und die Schallschnelle v etwas mit der Strömung der Teilchen zu tun hätte.
Schallfluss
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Schallfluss ist das Volumen des Mediums, das pro Zeit durch eine Fläche strömt. Die Maßeinheit ist:
und der Formelbuchstabe "q".
Die vereinfachte Formel für den Schallfluss ist:
Bildergalerie zum Schall
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Weblinks
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Hinzugefügt von WikiaBot
- Grundwissen Akustik - lernstunde.de
- Rechner für die Wellenlänge - sengpielaudio.com
- Schall - uni-due.de
- Zusammenhang der akustischen Groessen
- Verschiebung Feststoff - mahag.com
- Möglichkeiten Schall - mahag.com
- Grundwissen Mechanik und Akustik
Siehe auch
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Schallmauer - Schallgeschwindigkeit - Schalldruck - Schalldruckpegel - Schallschnelle - Schallauslenkung - Schallintensität - Schallleistung - Schallenergiedichte - Schallenergie - Schallimpedanz - Schallfluss - Äthertheorie_G.K.